Fitness – Abnehmen: Welche Intensität?

In dem letzten Blog dieser Rubrik ging es darum, dass Ihr erst einmal Eure Ist-Situation festhaltet und ich bin vor allem auf die Ernährung eingegangen.

Dieser Blog soll Euch nun einen Überblick geben, welche Sportart bzw. Intensitäten besonders zum Abnehmen geeignet ist.

Eins vorweg: Egal welche Sportart, es eignen sich alle zum Abnehmen. Die Einen eignen sich besser und die Anderen weniger gut, aber Hauptsache Ihr habt Spaß und kommt in Bewegung.

 Zu Beginn könnt Ihr vielleicht auch nicht alle Sportarten ausüben, da Euch manche Sachen körperlich nicht möglich sind. Ich denke dabei vor allem an starkes Übergewicht und Joggen. Es gibt zwar viele, die stark übergewichtigen sofort raten, dass sie joggen sollen, aber ich gehöre nicht dazu. Das wichtigste ist die Gesundheit! Somit gilt gerade für Schwergewichtige, dass Sie zu Beginn die Muskeln und Gelenke langsam an die sportliche Auslastung gewöhnen. Startet mit ausgiebigen Spaziergängen und nutzt zusätzlich Nordic-Walking Stöcker (so kommt der Kreislauf besser in Schwung und Euer Oberkörper hat auch was zu tun ;-)) Wichtig beim Nordic Walking ist die Technik. Schwingt die Stöcker nicht einfach nur neben Eurem Körper her, sondern nutzt wirklich Eure Muskeln im Oberkörper und drückt kräftig in die Stöcke. Wenn Ihr es richtig macht, dann werdet Ihr schnell Euren Trizeps merken.Des Weiteren eignet sich das Schwimme für Schwergewichte sehr gut.

Ihr merkt schon, dass ich bisher nur Ausdauertrainingsmethoden aufgezählt habe. Gerade zu Beginn einer Abnehmphase bin ich ein Freund davon, dass man seinen Körper erst daran gewöhnt und das Herz-Kreislauf System durch Ausdauer stärkt. Genießt die Zeit in der Natur und gerade zu Beginn einer Diät werden die Pfunde sehr schnell purzeln.

Nach einer gewissen Zeit rate ich Euch dazu, dass Ihr auch Kraftsport in den Trainingsalltag einbindet. Es ist einfach so, dass mehr Muskelmasse auch mehr Kalorien verbrennt. Sollte Ihr Euch am Anfang schwer damit tun, dass Ihr Euch in einem Fitnessstudio anmeldet, dann ist es kein Problem, da gerade zu Beginn Euer Zuhause genügend Trainingsmethoden bietet (Liegestütz/ Kniebeugen/ etc.). Wenn es Euch interessiert, dann stelle ich Euch gerne ein Homeworkout in einem anderen Blog zusammen? Bitte kurzes Feedback dazu.

Doch nun zurück zum Thema, welche Sportart (ohne Euren persönlichen Leistungsstand zu berücksichtigen) eignet sich am besten zum Abnehmen?

Es gibt leider nicht die Eine Philosophie.

Meine Trainer in der Leistungssportzeit haben immer darauf geschworen, dass man am besten abnimmt, wenn man sich im Steady- Bereich befindet. Dies bedeutet, dass man eine Ausdauersportart im niedrigen Pulsbereich (ca. bis 60% aus maximalen Herzfrequenz) bewegt. Somit langsames Joggen und schnelles Spazierengehen.

Eine andere Philosophie besagt, dass man am meisten durch Krafttraining abnimmt. Man belastet die Muskeln stark und macht dann eine Pause bevor die nächste Übung folgt. Durch diesen Wechsel Belastung-Pause und durch mehr Muskelmasse nimmt man auch mehr ab.

Last but not least gibt es noch eine weitere Philosophie, die besagt, dass man durch HIIT-Training am besten abnimmt. HIIT bedeutet, high intense interval training. Beispielsweise 30sek Rennen und 90 sek Pause und dann wieder 30sek rennen und wieder 90sek Pause. Durch dieses Intervalltraining wird der Stoffwechsel so richtig in Pfad gebracht und es kommt zu einem sogenannten Nachbrenneffekt. Diese besagt, dass man nach einer HIIT Einheit noch bis zu 24std verstärkt Kohlenhydrate verbrennt (im Vergleich zu einer Steady Einheit ca.1std).

Meine persönliche Erfahrung dazu: Gerade mit der letztgenannten Methode habe ich persönlich die Besten Erfahrungen gemacht. Vor allem wenn ich meine HIIT Einheit direkt nach dem Aufstehen in der Früh gemacht habe, dann fühlte ich förmlich, wie mein Körper eine stärkere Verbrennung hatte. Ich war wärmer als sonst und ich hatte mehr Hunger. Ist halt die Frage, ob es nur Einbildung oder wirklich so war 😉

Somit bin ich dabei geblieben, dass wenn ich meinem Körper den letzten Feinschliff geben will, dann mache ich neben den Krafteinheiten noch zusätzlich in der Früh 2-3 HIIT Einheiten.

Aber wie Ihr gemerkt habt, gibt es verschiedene Philosophien und es ist nur eins wichtig: Das Ihr irgendwas macht! Testes selbst, was Euch am Besten gefällt.

Gerne mache ich Euch nochmal das Angebot, dass wir individuell über Eure Ziele sprechen. Entweder Ihr schreibt einen Kommentar oder Ihr schreibt mir eine Mail: snowboi@web.de (keine Angst dies ist meine Spamadresse, sobald wir in Kontakt sind, bekommt Ihr dann meine Richtige).

Gemeinsam besprechen wir dann Eure Ziele und erarbeiten gemeinsam einen Ernährungs- und Trainingsplan.

Bitte hinterlasst mir auch ein Feedback zu diesem Blog.

Advertisements

Finanzen – Einstieg ins Veranlagungsgeschäft

Dieser Blog beschäftigt sich mit den Grundlagen des Veranlagungsgeschäftes. Es geht darum, dass ich Euch aufzeige, welche Gedanken Ihr Euch zu Beginn einer jeden Veranlagung machen solltet. Es geht dabei noch nicht um die Veranlagungsinstrumente (Anleihen/ Aktien/ Zertifikate/ etc.) sondern viel mehr darum, dass wir die Grundlagen klären.

 Warum sollte man überhaupt Geld veranlagen?

Es gibt verschiedene Gründe, warum Jemand sparen sollte. Wichtig ist jedoch, dass man kurzfristige Liquidität angespart hat, da immer etwas Unvorhergesehenes passieren könnte (Waschmaschine kaputt/ Auto streikt/ Jobverlust/…). Als Kennzahl dafür wird gesagt, dass man ca. 3 Monatsgehälter kurzfristig zur Verfügung hat. Weitere Gründe sind beispielsweise: das Traumauto, eine Weltreise oder ein früherer Eintritt in die Pension. Eins der größten finanziellen Ziele, das man erreichen kann, ist, dass man finanziell Unabhängig ist. Oder wie gefällt Euch der Gedanke, dass Ihr von den Zinsen Eurer Ersparnisse leben könnt und somit machen könnt, was Ihr wollt?

Jeder von Euch bezieht natürlich ein unterschiedliches Gehalt und jeder von Euch lebt einen anderen Lebensstil. Mein Tipp ist, dass Ihr Euch einen gewissen Lebensstandard aufbaut, diesen aber dann beibehaltet. Konkret geht es darum, dass Ihr Euren Lebensstandard nicht durch Gehaltserhöhungen steigert, sondern die Gehaltserhöhung nutzt um Eure monatliche Sparleistung zu erhöhen. Den Vorteil (Cost-Average Effekt) einer monatlichen Sparleistung erläutere ich Euch in dem folgenden Blog in dieser Rubrik.

Jetzt gehen wir davon aus, dass Ihr schon fleißig gespart habt und jetzt vor der Entscheidung steht, wie Ihr Euer Geld veranlagen sollt.

Wofür dient das Kapital?

Elementar wichtig ist, dass Ihr Euch diese Frage stellt. Es macht einen riesen Unterschied, ob Ihr das Kapital nächstes Jahr für den Urlaub braucht oder das Kapital beispielsweise für Euren Weg zur finanziellen Unabhängigkeit ist. Es geht dabei vor allem um die Anlagedauer. Grundsätzlich ist es so, dass je längerfristig Gelder veranlagt werden, desto höher darf der Aktienanteil dabei sein.

B-A-S-E-L

Dieser Abkürzung ist leicht zu merken und jeder Buchstabe ist der Anfangsbuchstabe eines Wortes:

B etrag: Welcher Betrag soll veranlagt werden (denkt immer daran, dass Ihr kurzfristige Liquidität benötigt)

A nlagedauer: Jetzt kommen wir schon der bereits vorgestellten Frage. Wie lange kann das Kapital veranlagt werden?

S icherheit: Jetzt kommt Eure Persönlichkeit ins Spiel. Wie Risikofreudig seid Ihr? Damit ist gemeint, welche Schwankungen Ihr aushaltet. Ist es Euch egal, wenn Eure Veranlagung kurzfristig auch um 20% fällt oder vertragt Ihr dies gar nicht.

E rtrag: Welchen Ertrag soll Eure Veranlagung bringen? Soll die Kaufkraft (Inflationsausgleich) erhalten bleiben oder wollt Ihr einen Mehrwehrt erwirtschaften?

L iquidität: Wie schnell soll die Veranlagung wieder auflösbar sein, sodass Ihr über das Geld verfügen könnt?

Gerade die letzten drei genannten Punkte können Konkurrent zu einander sein. Je höher die Sicherheit sein soll, desto weniger Ertrag wird eine Veranlagung bringen. Es gibt leider in der Veranlagung noch nicht die „Eierlegendewollmilchsau“. Daher müsst Ihr Euch immer bewusst sein, dass Aktien tendenziell eine bessere Rendite wie Anleihen bringen werden, dafür aber auch das Risiko höher ist und sollten Aktien kurzfristig fallen, dann müsst Ihr dies aushalten und könnt sich nicht direkt liquidieren.

 Folgende Grafik soll Euch verdeutlichen, welche Anlagekategorien bei welchem Anlagehorizont sinnvoll sind.

Anlagepyramide

Langfristig und historisch betrachtet haben Aktien die besten Renditen gebracht, aber dafür muss man auch kurzfristige Verluste aushalten können. Dahingegen ist Euer Geld auf dem Konto relativ sicher, aber dafür erhaltet Ihr kaum eine Rendite.

 Eine weitere Möglichkeit, dass man das Risiko eines Portfolios reduziert ist die Risikostreuung. Ich erkläre es meinen Kunden immer so: Ich weiß nicht, was die Zukunft bringen wird. Es wäre eine absolute Lüge, wenn ich sagen würde, dass die Aktien morgen, übermorgen oder nächstes Jahr höher stehen werden. Ich kann lediglich die Ist-Situation analysieren und mir eine Tendenz überlegen. Aus diesem Grund sollte ein Portfolio aus verschiedenen Mosaiksteinen bestehen. Diese Mosaiksteine stehen jeweils für eine Strategie (bspw. Dividendenstrategie/ Long-Short Strategie/ etc.). Durch diesen Ansatz bekommt man unterschiedliche „Denkweisen“ in ein Depot und ist dadurch auch nicht so anfällig. Folgendes Beispiel: Ihr könnt in einen Schirmhersteller und in eine Eisdiele investieren.

Jetzt kommt der Zocker und investiert nur in den Schirmhersteller. Der Sommer ist daraufhin sehr verregnet und der Schirmhersteller verkauft sehr viele Schirme. Der Zocker freut sich und macht einen großen Gewinn.

Jetzt kann es aber sein, dass es ganz anders kommt: Der Sommer ist sehr heiß und der Schirmhersteller verkauft nun keinen Schirm. Somit macht der Zocker einen großen Verlust.

Bei diesem Paradebeispiel spricht man von einer negativen Korrelation von -1. Dies bedeutet, dass wenn die Eisdiele viel Gewinn macht, dann macht der Schirmhersteller einen großen Verlust et vice versa.

 

Dieses Beispiel soll Euch verdeutlichen wie wichtig eine Streuung ist. Natürlich könnt Ihr Glück haben, dass Ihr genau den richtigen Wert erwischt, aber das Risiko für einen Verlust ist auch sehr hoch.

 

Ich persönlich bin sogar ein Fan von aktiv gemanagten Fonds. Erstens verstehe ich die Prozesse innerhalb eines Fonds sehr gut, da ich gelernter Investmentfondskaufmann bin und zweitens bekomme ich durch Fonds noch eine viel größere Streuung in mein Portfolio. Des Weiteren bekomme ich durch Fonds auch noch die Expertise von verschiedenen Managern in mein Depot. Denn warum sollte ich als Berater schlauer als alle anderen Fondsmanager sein?!

Natürlich werden jetzt einige argumentieren, dass die Kosten bei einem Fonds zu hoch sind. Da gebe ich Euch auch vollkommen Recht, aber im Endeffekt zählt für mich die Leistung eines Fondsmanagers nach Kosten. Es bringt mir als Anleger nichts, wenn Ihr einen Fonds A mit einer TER (alle Kosten, die innerhalb des Fonds anfallen) von 0,5% habt und dieser eine Rendite von 3% vor Kosten bringt, wenn es einen Fonds B mit einer TER von 1,5% gibt, der 7% vor Kosten erwirtschaftet.

Denn nach Kosten macht Fonds A 2,5% und Fonds B 5,5%. Daher ist mein Ansatz auch nicht, dass ich die Fondsgebühren als primären Auswahlfaktor berücksichtige.

 

Dies soll jetzt aber nicht heißen, dass ich in meinen Kundendepots ausschließlich in Fonds investiere. Ich greife auf das ganze Anlagespektrum (außer hochspekulatives) zu. Oftmals analysiere ich einen Einzeltitel und unter Berücksichtigung einer Chartanalyse ergeben sich sehr gute Investitionschancen.

 

Zusammenfassend lässt sich folgendes feststellen:

1) Zunächst ist es wichtig, dass Ihr kurzfristige Liquidität zur Verfügung habt und diese sollte auch nicht für Finanzinvestitionen genutzt werden.

2) Denkt an den Begriff „BASEL“. Ganz wichtig ist vor allem der Anlagehorizont.

3) Vorsichtig bei Beratern, die Euch eine hohe Rendite ohne Risiko versprechen. Dies ist de facto nicht möglich.

4) Streut Euer Portfolio in verschiedene Investments

 

Wie immer am Ende meiner Blogs bitte ich Euch wieder um ein kurzes Feedback. Was sind Eure Erfahrungen?

Erst muss Mann ein Mann sein

In diesem Blog geht es darum, dass wir uns erst mal bewusst werden müssen, dass Mann erst ein Gentleman sein kann, wenn Mann ein Mann ist. Die Frage dabei ist, (welche Herbert Grönemeyer auch schon besungen hat) wann ist ein Mann ein Mann?

Um diese Frage zu beantworten greife ich auf einen Artikel von Art of Manliness ( You´ve got tob e a man, before you can be a gentleman http://www.artofmanliness.com/2015/06/29/youve-got-to-be-a-man-before-you-can-be-a-gentleman/ ) und einen Artikel von Airows (9 Habits that change boys into men http://airows.com/lifestyle/9-habits-that-change-boys-into-men ).

Doch zunächst möchte ich Euch fragen und darum bitten, dass Ihr kurz die Augen schließt und Euch vorstellt, was einen echten Mann ausmacht? Geht es dabei um das Auftreten/ einen starken Bartwuchs/ körperliche Power oder mentale Stärke? Bei welchem Star denkt Ihr sofort an einen „wahren“ Mann? Postet dafür gerne mal Eure Gedanken in den Kommentaren.

Doch nun zurück zu den Schlussfolgerungen der beiden Artikel:

Beide Artikel prangen an, dass heutzutage viele Männer „verweichlicht“ sind und vor allem sehr große körperliche Defizite aufweisen. Es gibt einige Punkte, an denen man arbeiten sollte. Diese möchte ich Euch folgend aufzeigen:

1. Glaub an Dich selbst

Als Kinder fragt man immer seine Eltern nach den richtigen Antworten und lernt dadurch auch sehr viel. In der Pubertät weiß man dann sowieso alles besser. Aber der Sprung zum Erwachsensein ist, dass man auf seine innere Überzeugung hören muss und auch dazu stehen muss. Man muss seine eigenen Erfahrungen machen und man muss auch Fehler machen. Dies gehört alles zum erwachsenwerden dazu. Ein echter Mann hört auf seine inneren Überzeugungen und steht zu diesen. Er lässt sich nicht beeinflussen und ist somit auch nicht steuerbar. Jedoch ganz wichtig ist meiner Meinung nach, dass Mann sich nicht beeinflussen, aber überzeugen lässt. Denn Mann kann nicht alles wissen und sollte man im unrecht sein, dann ist es auch wichtig, dass dies zugegeben wird. 

2. Körperliche Stärke

Ganz wichtig ist es, dass ein echter Mann eine gewisse körperliche Stärke hat. Er ist sich seines Körpers bewusst und lebt einigermaßen gesund. Ich will an dieser Stelle nicht sagen, dass jeder Mann ein Top Sportler sein muss und sich ständig perfekt und gesund ernähren soll. Jedoch lebt er Gesund.

Ein gesundes Leben bedeutet, dass er in Maßen lebt (er isst nicht zu viele Süßes/ Junk Food/ er trinkt nicht zu viel/ er treibt nicht zu viel Sport/ etc.). Er besitzt eine gewisse körperliche Fitness und hat dadurch ein positives Auftreten.  

3. Natur

Leider ist es heutzutage oftmals der Fall, dass die Kinder sehr viel Zeit im Haus/ Wohnung verbringen und nicht mehr so oft draußen im Freien spielen. Dabei ist es meiner Meinung nach sehr wichtig, dass man draußen bei Wind und Wetter spielt. Dessen ist sich ein Mann bewusst und er verbringt daher so viel Zeit wie möglich im Freien. Sei es, dass er mit den Kindern spielt oder Sport betreibt oder einfach nur Spazieren geht. Es geht dabei darum, dass er die Natur spürt und so seine Akkus wieder voll aufladen kann. Es klingt vielleicht sehr Klischeehaft, aber gerade beim Camping kann ein Mann Mann sein.  

4. Verantwortung übernehmen

Ein Mann ist für sein Handeln verantwortlich und steht auch dazu. Er übernimmt die Verantwortung für sein Leben. 

5. Ziele

Ein Mann hat Ziele in seinem Leben und wird diese anstreben. Er übernimmt auch die Verantwortung, wenn es mal nicht in diese Richtung läuft. Wie man Ziele definiert, habe ich schon in einem anderen Blog aufgezeigt.

Nehmt Euch für die schriftliche Formulierung Eure Ziele ruhig genügend Zeit. Trinkt dabei gerne ein Glas Whiskey oder/ und raucht eine Zigarre dabei. Ihr müsst Euch vorstellen, wo Ihr in 5 Jahren/ 10 Jahren/ 15 Jahren sein wollt. Du bist jetzt 10 Jahre älter, was willst Du bisher erreicht haben? Welche Erfahrungen willst Du gesammelt haben?

Ein Mann kennt seinen groben Lebensweg.

6. Journal schreiben

Bei diesem Punkt muss ich zugeben, dass ich es bisher auch noch nicht getestet habe. Aber ich habe schon auf verschiedenen Plattformen gelesen, dass ein Mann ein Journal/ Tagebuch schreiben sollte. Der Sinn dahinter ist, dass man den Tag nochmal Revue passieren lässt und somit nochmal über die Sachen, die gut oder schlecht gelaufen sind, nachdenkt und somit daraus lernen soll. Ähnlich verhält es sich auch damit, dass man sich in der Früh (oder am Abend zuvor) den Tag durchplanen soll. Was will ich erreichen und was sind meine Ziele?

Was auch für ein Journal spricht, ist der Aspekt, dass man in 10Jahren mal lesen kann, was Eurem heutigen Ich wichtig war und wie Ihr Euch auch verändert habt.

7. Selbstbewusstsein

Aufbauend auf den ersten Punkt geht es darum, dass man zu sich selber steht und selbstbewusst auftritt. Ich werde in Zukunft noch einen Blog schreiben, in welchem es vor allem um selbstbewusstes Auftreten gehen wird.

8. Familie

Ein echter Mann baut sich seine eigene Familie auf und ist dort das Oberhaupt. Er findet die Liebe seines Lebens und steht auch zu dieser. Er grübelt nicht ständig, was wäre wenn ich eine andere Frau habe, sondern er steht zu seiner Entscheidung. Er baut zusammen mit seiner Liebe eine Familie auf und versucht so viel Zeit wie möglich mit dieser zu verbringen. Er ist der Beschützer und steht seiner Frau und den Kindern immer zur Seite. Die meisten Männer bekommen erst das Gefühl, dass sie angekommen sind, wenn sie ihre eigenen Kindern in den Armen halten.

9. Ständiger Lernprozess

Ein echter Mann ist neugierig und bildet sich ständig weiter. Er versucht immer neues zu erlernen und ist auf vielen Wissensgebieten gebildet. Er liest viel aus verschiedenen Bereichen und führt auch viele Gespräche mit unterschiedlichen Experten um von deren Wissen zu profitieren.

10. Risiko

Ein echter Mann scheut nicht das Risiko, sondern geht es auch bewusst ein. Er traut sich, dass er auch unangenehme Fragen stellt, auch wenn er eine Abfuhr bekommt. Geht es beispielsweise darum, dass Ihr eine Frau um ein Date bittet. Ein Mann geht das Risiko ein und fragt sie, denn wenn er nicht fragt, dann hat er so oder so kein Date. Aber sollte sie „ja“ sagen… 🙂

Wichtig ist, dass Ihr jetzt nicht alle Adrenalienjunkies werdet und überall das Risiko eingeht. Es geht vielmehr darum, dass Ihr Mut habt und ein überschaubares Risiko eingeht.

 

Wie immer am Ende meines Blogs bitte ich Euch wieder um ein Feedback. Welche Punkte seht Ihr genauso und bei welchen widersprecht Ihr mir? Vielen Dank.

 

Der Gentleman – Basics im Umgang mit Frauen

Nachdem in dem letzten Blog einige Charaktereigenschaften eines Gentlemans aufgezeigt werden, geht es in diesem Blog darum, dass wir ein wenig Detaillierter werden und auch einige Verhaltensweisen aufzeigen, die ein Gentleman unbedingt beherzigen sollte.

 Wie auch in dem vorherigen Blog geht es nicht darum, dass man alle Eigenschaften zu 100% umsetzt, dafür ist Mann auch nur ein Mensch. Es geht aber darum, dass versucht wird diese Kriterien zu berücksichtigen und teilweise dürften diese schon selbstverständlich sein.

 1. Die Türe öffnen

In Restaurants/ Bars etc. galt früher die Regel, dass Mann die Türe öffnet, aber zuerst den Raum betritt. Dies war vor allem so, weil Mann erst die Lage des Risikos einschätzen sollte. Heutzutage geht man von keinem Risiko mehr aus und daher gilt es, dass die Frau zuerst den Raum betritt. Ein Mann sollte in weiblicher Begleitung immer die Türe öffnen und die Dame zuerst eintreten lassen. Dies gilt auch für die Autotüre, wenn man zusammen einsteigt. Zuerst der Dame die Türe öffnen und anschließend selber hinein setzen. Jedoch bin ich der Meinung, dass wenn man aus einer Parklücke rausfährt, dann sollte Mann nicht aus dem Auto springen und der Frau die Türe öffnen.

2. Sich erheben, wenn eine Frau den Raum betritt 

Kommt eine Dame in einen Raum, dass sollte Mann sich erheben und die Dame begrüßen. So lautet die Regel. Jedoch bin ich der Meinung, dass Mann sich bei jeder Begrüßung erheben sollte.

3. Heikles Thema: der Treppenauf- oder abgang 

Bei dem Thema, wie Mann eine Treppe in weiblicher Begleitung zu gehen hat, scheiden sich die Geister. Die eigentliche Regel besagt, dass Mann beim Treppenaufgang hinter der Dame geht und bei Treppenabgang vor der Dame. Der Grund ist, dass wenn die Dame stolpert der Mann sie auffangen kann. Heikel ist es, da Damen beim Treppenaufgang das Gefühl entstehen kann, dass Mann ihr auf das Gesäß starrt. Daher ist meine Empfehlung, dass Ihr gerade beim Treppenaufgang auf Euer Gegenüber reagieren müsst und es Situationsbedingt entscheiden solltet.

4. Zu Tisch den Stuhl ran schieben 

Begibt Mann sich mit einer Dame zu tisch, dann hilft der Mann der Dame beim hinsetzen und schiebt Ihr den Stuhl ran.

5. Der Dame aus der Jacke helfen 

Stets der Dame aus der Jacke helfen und in Räumlichkeiten dafür sorgen, dass der Mantel/ Jacke aufgehangen oder wird.

6.Blumen 

Der Gentleman weiß, wie sehr die Damen sich über Aufmerksamkeiten freuen, daher empfehle ich Euch, dass Ihr Eurer Dame ab und zu Blumen schenkt. Es geht nicht darum, dass Ihr dies an Valentinstag oder dem Geburtstag macht. Es macht Ihr sehr viel mehr Freude, wenn Ihr ihr einfach mal so Blumen schenkt.

7. Aufmerksamkeit 

Das Wichtigste, was ein Mann einer Frau schenken kann, ist Aufmerksamkeit. Schenkt Eurer Dame diese regelmäßig. Hört ihr in einem Gespräch aufmerksam zu und stellt die richtigen Fragen. Lasst sie reden und hört nur zu, nur so könnt Ihr sehr viel über sie erfahren und wisst auch immer, was sie sich wünscht.

8. Eure Jacke borgen 

Seid Ihr mit Eurer Dame draußen unterwegs und Ihr merkt, dass ihr kalt ist, dann bietet Eure Jacke/ Mantel an. Männern ist im Regelfall wärmer und ein echter Mann friert auch mal gerne für sein Herzblatt.

9. „Gefahrensituationen“ 

Der Mann ist immer bedacht, dass seine Frau in Sicherheit ist und daher nimmt der Mann immer die „Gefahrensituation“ auf sich. Beispielsweise auf einem Gehsteig geht der Mann immer auf der Außenseite.

10. Gemeinsame Aktivitäten

Ein Gentleman versucht so viel Zeit wie möglich mit seiner Dame zu verbringen und er weiß auch, dass er die Wünsche eine Dame respektieren sollte und daher gerne auch Aktivitäten mit ihr macht, die Sie ausgesucht hat.

11. Einen Brief/ Gedicht schreiben 

Ein Gentleman zeigt seiner Dame, dass Sie das Höchste für ihn ist und daher bekundet er seine Gefühle auch ab und zu in einem Liebesbrief oder einem Liebesgedicht.

12. Überraschungen 

Wenn Ihr im Punkt 7 immer gut zugehört habt, dann wisst Ihr genau, wie Ihr Eure Dame überraschen könnt. Es müssen nicht immer die riesigen Überraschungen sein. Es reichen auch schon Kleinigkeiten, wie zum Beispiel, dass Ihr für sie kocht und sie mit einer leckeren Mahlzeit überrascht.

13. Verlässlichkeit

Ein Gentleman steht zu seinem Wort und hält sich auch daran. Er ist immer Pünktlich und auf ihn kann Frau (und auch Mann) sich verlassen.

14. Nur eine Dame

Ganz zum Schluss noch was ganz triviales, was eigentlich selbstverständlich sein sollte. Ein Gentleman betrügt niemals seine Partnerin! Das größte was ein Mann bekommen kann, ist Vertrauen und dieses Vertrauen wird niemals missbraucht. Des Weiteren sollte ein Gentleman auch nicht mit seiner Partnerin über andere Frauen sprechen oder anderen Frauen nach“gaffen“. Ein Gentleman schweigt und genießt. Ganz ehrlich, vermutlich weiß jede Frau, dass wir Männer gerne Frauen anschauen und auch wir Männer wissen, dass Frauen gerne Männer anschauen. Daran ist nichts verwerfliches und es soll schlimmeres geben, dass Mann/ Frau tolle Körper anschaut, jedoch sollte man nicht die Gefühle des anderen verletzten und jedes Mal förmlich „gaffen“. 

Ich hoffe, dass ich jetzt schon viele Punkte aufgelistet habe, sollten Euch dennoch weitere Punkte einfallen, dann bitte ich Euch, dass Ihr diese in den Kommentaren hinterlasst. Natürlich ist Ehrlichkeit das Fundament aller Beziehungen, sowohl zu Frauen, als auch zu Männern. Daher habe ich dieses nicht nochmal extra aufgelistet. Ihr müsst immer Ehrlich sein, auch zu Euch selbst!

Fitness – Abnehmen: der Beginn

In diesem Blog geht es vor allem um das Thema „Abnehmen“. Wobei die Bereiche Ausdauer und Muskelaufbau ja eigentlich immer mit Gewichtsabnahme verbindet werden können beziehungsweise müssen.

Doch starten wir erst mal ganz trivial: Wie verliert der Körper überschüssige Fettmasse? Ganz einfach: durch ein Kaloriendefizit. Ihr müsst Euch bei dem Thema Muskelaufbau und auch Fettabbau immer unsere Herkunft anschauen. Denkt dabei an unsere Vorfahren, die in der Steinzeit immer auf der Jagd nach Nahrung waren. Viele unserer Verhaltensweisen beziehungsweise unserer internen körperlichen Prozesse stammen noch aus dieser Zeit. Unser Körper will keine übermäßigen Muskelberge, denn Muskeln benötigen Energie. Früher hatten unsere Vorfahren teilweise tagelang keine Nahrung und da wären zu viele Muskeln eher hinderlich gewesen. Damals galt allein der Überlebensprozess.

Zurückkommend auf das Thema abnehmen: Eurem Körper ist eher daran gelegen, dass er sich Fettpolster für schlechte Zeiten aufbaut. Daher dürft Ihr Eurem Körper auch nicht das Gefühl geben, dass schlechte Zeiten auf Ihn zukommen werden.

Beispielsweise der berühmte „Jojo-Effekt“: Ihr macht eine Diät und reduziert die Nahrungsaufnahme ganz extrem und seit super glücklich, dass Ihr innerhalb kürzester Zeit etliche Kilos verliert. Euer Körper denkt innerlich: „Oje, auf diese Zeit war ich gar nicht vorbereitet. So was passiert mir nicht nochmal, wenn wieder mehr Nahrung reinkommt, dann speichere ich diese viel stärker und baue mir Fettreserven auf!“

Was passiert also, wenn Ihr wieder normal esst? Richtig, all die verlorenen Kilos sind wieder da und meist noch mehr.

Daher ist meine Philosophie schon mal nicht, dass Ihr kurzfristig fasten werdet und auch von einem Schnitt von heute auf morgen halte ich wenig. Vielmehr empfehle ich, dass Ihr sukzessive Eure Kalorien reduziert.

 Doch nochmal zum Startpunkt: Am Anfang einer Diät ist es wichtig, dass Ihr wisst, wie viele Kalorien Ihr in etwa am Tag verbraucht. Euer sogenannter „Ist-Level“. Meine Empfehlung dazu ist, dass Ihr Euer Ist- Gewicht ermittelt und zwei Wochen lang Eure Nahrung aufschreibt und festhaltet, wie viele Kalorien Ihr wirklich zu Euch nehmt. Wichtig ist vor allem die Kalorien/ Kohlenhydrate/ Proteine und Fette aufzuschreiben.

Ja, am Anfang ist es recht kompliziert, aber ich empfehle es trotzdem so zu machen, da Ihr dann auch mal merkt, wie die Lebensmittel, die Ihr derzeit konsumiert, so zusammen gesetzt sind. Meist entsteht dort schon ein AHA-Effekt. Ziel ist es, dass Ihr Euer Gewicht in den zwei Wochen ungefähr haltet. Ist dies der Fall, dann wisst Ihr, wie viele Kalorien Eure Körper bei der derzeitigen körperlichen Verfassung benötigt um gleich zu bleiben. Dieses „Tracking“ ist übrigens auch wichtig, wenn Ihr Muskeln aufbauen wollt.

 Beim Abnehmen geht es nun darum, dass Ihr die Kalorienaufnahme im ersten Schritt um 10% kürzt. Es ist übrigens nicht wichtig, dass Ihr täglich 10% darunter seid, wichtig ist, dass Ihr auf längerer Zeit (Vorschlag eine Woche) 10% unter dem Limit seid.

Im zweiten Schritt reduziert Ihr dann wieder die Kalorienaufnahme um weitere 10%. Ich empfehle diesen Schritt nach ca. 2 Wochen. Klar werdet Ihr durch diese Methode am Anfang nicht sehr viele Kilos verlieren, aber wichtig ist, dass Ihr keine Diät durchführt sondern einen kompletten Lebenswandel und langfristig Euer neues Wohlfühlgewicht bekommt.

Zur Orientierung auf folgender Seite könnt Ihr Euren Tagesbedarf ausrechnen:

http://www.onmeda.de/selbsttests/tagesbedarfsrechner.html

An dieser Zahl könnt Ihr sehen, wie weit Ihr derzeit noch entfernt seid und wie oft Ihr Eure Kalorienaufnahme noch reduzieren könnt.

Nachdem Ihr nun wisst, wie viele Kalorien Ihr täglich zu Euch nehmen dürft, geht es nun darum, dass wir diese Kalorien mit Inhalt füllen. Denn es macht einen Unterschied, ob Ihr Schokoriegel oder Reis esst.

Versucht in Zukunft mehr gesunde Lebensmittel zu Euch zu nehmen und verbannt die stark zuckerhaltigen Lebensmittel. Daher ist es meiner Meinung nach auch sinnvoll, dass Ihr Euch bei dem Tracking die Arbeit macht und die Nährstoffzusammensetzung heraussucht, da Ihr dort schon ein Gefühl für gute und schlechte Nahrungsmittel bekommt.

Nichtsdestotrotz ist das oberste Ziel, dass Ihr insgesamt ein Defizit anstrebt und Euch auch ab und zu ein Stück Schokolade gönnt. Denn denkt daran, wie wollen keine Diät sondern ein neues Lebensgefühl und dazu gehört auch, dass man ab und zu auch Süßigkeiten isst.

Eine Empfehlung von mir ist auch, dass Ihr Euch Euer „Trinkverhalten“ anschaut. Versucht viel mehr Wasser zu trinken. Ziel sollte sein, dass Ihr pro Kilogramm Körpergewicht mindestens 0,03 Liter Wasser trinkt. Also bei 80Kg sind es 2,4 Liter, wobei dies nur für den Ruhestand gilt. Also bei sportlichen Aktivitäten wird es mehr und wenn Ihr durch Sommerhitze mehr schwitzt, dann müsst Ihr auch mehr trinken.

 Bei der Ernährung gilt, dass Ihr versuchen solltet insgesamt mehr Proteine zu Euch zu nehmen. Als Faustregel sind etwa 1 – 1,5g Protein pro Kilo Körpergewicht anzusehen. Wenn Ihr jedoch das Ziel Muskelaufbau habt, dann sollten es sogar mindestens 2g pro Kilo Körpergewicht sein.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Ihr gerade zu Beginn erst einmal Eure Ist-Situation erfassen solltet und dies wirklich mit Stift und Zettel, sodass Ihr ein „Nahrungsmittelgefühl“ bekommt und der restliche Weg ist einfach: Ihr müsst weniger essen, wie Ihr verbrennt.

Dieser Verbrennungsmotor wird einmal durch Euren Grundumsatz und auf der anderen Seite durch sportliche Aktivitäten bestimmt.

Des Weiteren empfehle ich Euch keine Crash-Diät sondern viel mehr, dass Ihr ein neues Verständnis für das Essen entwickelt. Es geht nicht um Abstinenz, sondern darum dass Ihr langfristig damit zufrieden seid!

Natürlich gibt es die ein oder andere Methode (Carb-Backloading/ Carb Cycling/ Low Carb/ etc.), wie man seine Nahrungsaufnahme steuern sollte, aber zu diesen werde ich einen gesonderten Blog verfassen.

Somit wünsche ich Euch jetzt erst mal viel Spaß dabei, dass Ihr Euer jetziges Essverhalten analysiert und nachdem Ihr wisst, wie viel Kalorien Euer Körper derzeit benötigt, könnt Ihr mit dem reduzieren beginnen und Euch auf ein neues Lebensgefühl freuen.

Finanzen – die neue Realität?

Nachdem in den ersten Blogs in dieser Rubrik bisher nur allgemeine Themen angesprochen wurden, geht es nun erstmals darum, dass wir uns ein ganz aktuelles Thema anschauen werden. 

Vergangenen Freitag ist erstmalig die Umlaufrendite bei Deutschen Staatsanleihen in einen negativen Bereich von -0,02% gerutscht.

http://www.handelsblatt.com/finanzen/maerkte/anleihen/hoehenflug-der-bundesanleihen-umlaufrendite-erstmals-negativ/13696754.html

 Kurzer Exkurs Staatsanleihen

Wenn Du weißt, was Staatsanleihen sind, dann kannst Du diesen Absatz überspringen. Wie wir bereits im VWL- Teil festgestellt haben, gehören die Staaten auch zu den Konsumenten in einer Volkswirtschaft. Somit hat der Staat auch Ausgaben (wie z.B. Investitionen in die Infrastruktur/ Bildung/ Arbeitslosengeld etc.). Der Staat hat nun die Möglichkeit, dass er sich Geld aufnehmen kann. Als Privatperson geht man zu einer Bank und leiht sich Geld in Form von Kredite. Ein Staat macht diese auf einem anderen Weg. Er begibt (emittiert) Anleihen. Dies sind Schuldverschreibungen, in welchem der Staat ein Versprechen gibt, dass er das Geld am Ende der Laufzeit zurückzahlt. Dafür, dass wir dem Staat Geld geben, bekommen wir einen Zinssatz und je nach Risiko und Laufzeit bekommen wir einen höheren oder niedrigeren Zins. So kann man sagen, dass Deutschland noch als „sicherer Hafen“ in der Finanzwelt gilt und Länder, wie zum Beispiel Portugal zahlen im Vergleich zu Deutschland einen gewissen Aufschlag und somit einen höheren Zins.

Die ausgegeben Staatsanleihen (von den größeren Ländern) kann man jederzeit an der Börse kaufen und wieder verkaufen. Normalerweise werden Staatsanleihen zu 100% begeben und auch wieder zu 100% zurückgezahlt. Kauft man eine Anleihe, welche eine Verzinsung von 4% p.a. hat, dann erhält man auf das eingesetzte Kapital eine Verzinsung von 4%.

Jetzt kann es aber sein, dass die Nachfrage nach der Staatsanleihe steigt, dann steigt auch der Kurs und steht vielleicht bei 109%. Investieren ich nun 10.000,- € in diese Anleihe, dann muss ich 10.900,- € bezahlen, aber bekomme die Verzinsung nur auf die Nominale also hier 10.000,- €. Somit beträgt meine Rendite (je nach Restlaufzeit) nur noch 3%. Ich hoffe, dass Ihr mir soweit folgen konntet und ich werde das Thema Anleihen noch in einem anderen Blog genauer beschreiben.

Aktuell ist es so, dass wenn Ihr dem deutschen Staat 10 Jahre Geld leiht, dann bekommt Ihr eine Rendite von ca. 0,08% p.a. (per 07.06.2016) und wenn Ihr Geld für 9 Jahre leiht, dann bekommt Ihr sogar eine Negativrendite, das heißt, dass Ihr dem deutschen Staat noch Geld geben müsst, dass er Euer Geld nimmt.

Nun begibt ein Staat mit unterschiedlichen Laufzeiten von einem Jahr bis zu 30 Jahren oder sogar länger. Auch der deutsche Staat hat verschiedene Laufzeiten begeben und nun kommt der Hammer vom vergangenen Freitag.

Rechnet man nun die Renditen aller dieser Anleihe, die der deutsche Staat momentan begeben hat, zusammen, dann bekommt der Staat sogar noch Geld für das Schulden machen. Das wär doch der Hammer, Ihr geht zur Bank und nehmt einen Kredit auf und bekommt dafür noch Geld. Ein Traum, denn das würde heißen, je mehr Schulden Ihr habt, desto mehr Geld bekommt Ihr.

 

Wo führt dies noch alles hin? Meine Meinung dazu ist, dass es zunächst auf absehbare Zeit keine Änderungen geben wird. Die Voraussetzungen im Markt tendieren eher dazu, dass die Negativrendite noch weiter steigen wird. Aber nichtsdestotrotz befürchte ich, dass es unweigerlich irgendwann zu einem Knall kommen wird und wir wieder in eine „hoffentlich nur“ Finanzkrise rutschen werden. Ich schreibe hoffentlich, da die politischen Stimmungen auch zu schlimmeren Sachen (Unruhen bis hin zu Kriegen) tendieren. Ich hoffe, dass ich damit falsch liege und auch die Vergangenheit hat gezeigt, dass es nicht immer im Worst Case enden muss.

Nichtsdestotrotz stehen die Sparer und Anleger schon heute vor der schwierigen Aufgabe, da man sein Geld ja noch irgendwie gewinnbringender Anlegen will. Es gibt schon einige Möglichkeiten, wie man in der heutigen Zeit auch noch eine kleine Rendite erwirtschaften kann. Jedoch muss einem klar sein, dass es keine Rendite ohne höheres Risiko gibt.

Fragt einfach bei Eurem Bankberater nach, welche Möglichkeiten es für Euch persönlich gibt.

 

Am Ende dieses Blogs möchte ich Euch wieder darauf hinweisen, dass Ihr mir gerne ein Feedback/ Eure Meinung zu dem Thema/ Kritik in den Kommentaren hinterlassen könnt/ sollt/ dürft 🙂

 

Der Gentleman -Charakteristiken

In diesem Blog geht es darum, dass wir uns anschauen, welche Charakteristiken ein moderner Gentleman besitzt. Ich lehne mich bei diesen Ausführungen sehr stark an das Buch „The Art of Manliness – Classic Skills and Manners for the Modern Man“ an und habe diese um ein paar weitere Eigenschaften, welche meiner Meinung nach wichtig sind, erweitert:

Ein Gentleman:

– passt auf seine Freunde und Familie auf und ist ihnen gegenüber loyal

– macht immer das Richtige, auch wenn es nicht immer das Beste für ihn ist

– er ist bewandert in den männlichen Eigenschaften

– behandelt Frauen mit Respekt und Ehre

– dient der Gemeinschaft und schaut nicht nur auf sich selbst

– kämpft für das Richtige

– arbeitet hart und beschwert sich nicht

– zeigt großen Mut und auch große Leidenschaft und steht zu seinen Gefühlen

– hat ein großes Selbstvertrauen, ist aber nicht arrogant

– behandelt sein Gegenüber stets auf Augenhöhe

– ist witzig, aber nicht sarkastisch

– begrüßt Verantwortlichkeit und versteckt sich nicht davor

– gesteht seine Fehler und zeigt sich dafür verantwortlich

– behandelt seinen eigenen Körper mit Respekt

– lügt niemals und sagt immer die Wahrheit

Vermutlich stimmt Ihr mit nicht in allen Punkten zu oder Ihr habt vielleicht noch weitere Punkte, die Euch einfallen. Dann hinterlasst mir bitte einen Kommentar 😉 Ich bin der festen Überzeugung, dass ein Mensch irgendwann das zurück bekommt, was er verdient und versuche daher immer ehrlich gegenüber mir selbst zu sein. Man(n) wird wahrscheinlich nicht jeden Tag nach all diesen Grundsätzen leben können, aber alleine der Versuch macht einem schon zu einem besseren Menschen.

Vermutlich geht es Euch genauso wie mir und Ihr konntet oder könnt viele dieser Eigenschaften bei Euren Großvätern erkennen. Früher wurden viele dieser Eigenschaften von den Vätern an die Kinder gelehrt und diese gaben sie an ihrer Kinder weiter. Doch leider ist dies in unseren heutigen Gesellschaft nicht mehr so. Die meisten Männer arbeiten heutzutage in einem Dienstleistungsberuf und somit ist die körperliche Vefassung heutzutage schon eine ganz andere wir früher. Jedoch bin ich der festen Überzeugung, dass die Männlichkeit heutzutage nicht anders als ist früher. Nur muss man diese wieder finden.

Ich möchte an dieser Stelle aber bestimmt nicht sagen, dass ich der Inbegriff der Männlichkeit bin. Ganz im Gegenteil: Mir geht es genauso wie Euch. Ich befinde mich einem stetigen Lernprozess. Genau dies macht aber das Leben aus. Man(n) kann sich immer weiterentwickeln gemäß dem Spruch „Der Weg ist das Ziel!“.

Mit dieser Webseite möchte diesen Weg gemeinsam mit Euch gestalten und bin mir sicher, dass wir uns gemeinsam verbessern können.

 

Ich würde mich freuen, wenn Ihr mit ein kurzes Feedback hinterlasst. Nennt mir Eure Wünsche/ Kritiken oder vielleicht habt Ihr noch die eine oder andere Eigenschaft, die einen moderenen Gentleman aus machen.

 

Der Gentleman – Einleitung

Wie auch in den anderen Rubriken möchte ich Euch zu Beginn wieder einen Überblick geben, auf was Ihr Euch freuen dürft und was Euch in dieser Rubrik erwartet.

In der Rubrik Lifestyle geht es eher darum, dass auf die Lebensweisen/ Hobbies/ etc. eingegangen wird und in dieser Rubrik  es eher um die Softskills, also die Verhaltensweisen eines Gentlemans und es werden auch psychologische Aspekte durchleuchtet.

Der erste Blog wird sich mit einem groben Überblick, was die Definition eines Gentlemans ist und welche Charakteristiken einen Gentleman ausmachen.

In weiterer Folge geht es darum, dass wir uns anschauen, wie Ihr sympathisch auf Eure Mitmenschen wirkt und wie man einen Smalltalk führt (wobei ich mir sicher bin, dass Ihr dieses wahrscheinlich schon sicher wisst).

Ich bitte Euch, dass ich mir wieder Eure Wünsche für dieser Rubrik äußert und wir auch diese Rubrik gemeinsam gestalten werden.

Finanzen – Ziele in den 20ern

In diesem Blog geht es darum, dass ich Euch ein paar finanzielle Ziele, welche Ihr, meiner Meinung nach, in Euren 20ern anstreben solltet.

Dieser Blog ist teilweise an meinen persönlichen Empfehlungen, aber auch teilweise an den folgenden Artikel angelehnt:

http://www.artofmanliness.com/2015/05/26/personal-finance-goals-for-your-20s

 

  1. Finanzielles Wissen aneignen

Mein erster Tipp für Euch ist, dass Ihr gerade Anfang der Zwanziger Euer Wissen über das Thema „Finanzen“ aneignen solltet. Es geht nicht darum, dass Ihr Profis seid, aber die Grundlagen solltet Ihr kennen.

–> herzlichen Glückwunsch, wenn Ihr weiterhin meinen Blog verfolgt, dann werdet Ihr dieses Ziel erreichen 🙂

Des Weiteren gibt es noch eine Fülle an Büchern, die dieses Thema sehr gut erläutern. Wenn Ihr wünscht, dann schreibe ich Euch dazu eine Liste. Bitte einfach in den Kommentaren schreiben.

2.  Budget kalkulieren

Ihr müsst Euch unbedingt im Klaren darüber sein, wie viele Einnahmen Ihr pro Monat habt und wie hoch Eure fixen Ausgaben sind.

Studiert Ihr noch? Selbst dann müsst Ihr wissen, wie hoch Eure Ausgaben sind und wie viel Geld Ihr vielleicht nebenbei verdient oder von Euren Unterstützern bekommt.

Ganz wichtig ist diese Übersicht, dass Ihr seht, welches Plus bleibt Euch jeden Monat, nachdem die fixen Kosten abgezogen sind.

Ich hoffe, dass zumindest ein Plus stehen bleibt 😉

Diese Übersicht öffnet Euch erst mal die Augen. Empfindet Ihr Eure Fixkosten zu hoch? Dann müsst Ihr schauen, welche Punkte Ihr davon wirklich braucht oder welche Kosten Ihr zu mindestens optimieren könnt.

 3. Absicherung

Zu Beginn Eurer Zwanziger solltet Ihr Euch mit dem Thema Versicherung beschäftigen. Gerade wenn Ihr Eure erste Wohnung bezieht und nicht mehr unten den Versicherungsschutz Eurer Eltern fallt.

Ganz wichtig ist eine private Haftpflichtversicherung (diese schützt Euch im privaten Umfeld, falls Ihr unabsichtlich etwas von jemand anderem zerstört).

Weitere wichtige Versicherungen, welche laut „Stiftung Warentest“ empfohlen werden könnt Ihr in dem nachfolgenden Link sehen:

https://www.test.de/Versicherungen-Optimaler-Risikoschutz-1162242-1218400/

Prinzipiell kann man jedoch sagen, dass Deutschland (Westeuropa) eines der sichersten Länder weltweit ist, aber die Menschen die meisten Versicherungen haben.

4. Sparplan anlegen

Nachdem Ihr ein Budget kalkuliert habt, wisst Ihr genau, wie viel Geld nach Abzug der Fixkosten noch übrig ist. Jetzt benötigt Ihr noch Geld für Eure Freitzeitaktivitäten und kurzfristige Rücklagen. Den Rest empfehle ich über einen monatlichen Fondssparplan anzulegen. Sollte kein Rest mehr übrig sein, dann überdenkt nochmal Euer Ausgabeverhalten.

Der Vorteil eines Fondssparplan ist, dass Ihr den sogenannten „Cost-Average-Faktor“ nutzen könnt.

Folgendes Beispiel:

100 € werden monatlich in einen Fonds angespart.

Monat 01: 100 € è man bekommt 1 Stück

Monat 02:   80 € è man bekommt 1,25 Stück

Monat 03:   50 € è man bekommt 2 Stück

In dem kurzen Bespiel hätte man somit 300€ angespart und insgesamt 4,25Stück bekommen. Hätte man alle auf einmal bei Kurs 100,- € angespart, dann hätte man nur 3 Stück bekommen.

Zugebenermaßen ist diese Beispiel sehr plakativ, aber Ihr sollt sehen, dass es sich lohnt, wenn man monatlich spart. Entweder Ihr macht dies selber Online mit einem eigenen Depot oder beredet dies mit Eurem Bankberater (Vorteil, wenn Ihr Euch noch nicht so gut auskennt).

Selbst wenn Ihr denkt, dass sich ein Sparplan von 50€ gar nicht lohnt, es lohnt sich aufjedenfall:

10 Jahre lang 50,- € im Monat angespart ergibt ein Sparsumme von 6.000,- €

angenommen Euer Fonds (Ausgabeaufschlag 2,5%) macht eine Durchschnittsverzinsung von 5%p.a. (historische mögliche Rendite) dann ergibt das eine Summe von:

7.358,99 € (weitere Kosten werden nicht berücksichtigt).

Wichtig hierbei ist, dass Ihr mit Eurem Berater sprecht, dass Ihr entweder einen Fonds mit niedrigem Ausgabeaufschlag oder in einen sog. ETF investiert.

Dieser Sparplan sollte langfristig durchgehalten und auch langfristig angelegt sein. Somit soll das angesparte Kapital nicht kurzfristig verwendet werden.

 

5. Notfall Liquidität

Euer Sparvermögen aus den Sparplänen sollte langfristig angelegt sein, daher ist es wichtig, dass Ihr auch kurzfristiges Vermögen anspart. Auf einmal geht die Kaffeemaschine kaputt oder Eure Waschmaschine streikt. Für diesen Fall sollte ich auch monatlich einen kleinen Teil zurücklegen. Dieser sollte aber nicht veranlagt werden, sondern einfach auf Eurem Konto liegen, sodass Ihr kurzfristig Zugriff habt.

Es wird häufig empfohlen, dass man mindestens drei Nettomonatsgehälter auf dem Konto stehen haben sollte. Dies ist ein Richtwert und hängt natürlich vom Nettogehalt ab.

6. Einnahmen erhöhen

Nachdem wir bisher geschaut haben, wie Ihr Eure Einnahmen verwendet, geht es nun darum, dass wir versuchen Eure Einnahmen zu steigern.

Dafür gibt es mehrere Möglichkeiten:

Gehaltserhöhung

Jobwechsel

Nebenjob

Nebengewerbe

Zu den einzelnen Punkten werde ich in zukünftigen Blogs eingehen, aber schon so viel vorab.

Überlegt Euch eine Möglichkeit, wie Ihr neben Eurem Beruf noch zusätzlich Geld verdienen könnt und sagt nicht, dass Ihr dafür keine Zeit habt, denn dann müsst Ihr Eure Zeit besser einteilen.

Ich persönlich habe zum Beispiel auch neben meinen Beruf ein Nebengewerbe angemeldet. Ich konvertiere alte VHS Videos auf DVD´s (also wenn Ihr noch alte – selbstgedrehte VHS-Aufnahmen habt, dann meldet Euch und ich überspiele sich Euch gerne auf DVD 😉 ). Es ist mir klar, dass ich dadurch niemals reich werden werde, aber es geht einfach darum, dass man etwas macht.

 7. Verhandeln üben

Dieser Punkt hat nicht direkt etwas mit dem Thema Finanzen zu tun, aber es geht darum, dass Ihr das Verhandeln übt. Ich werdet im Leben sehr viel verhandeln müssen und je besser Ihr seid, desto mehr Kapital könnt Ihr daraus schlagen.

Beispielsweise bei Gehaltsverhandlungen/ Preisverhandlungen beim Kauf oder beim Verkauf/ Verhandlungen in Eurem Beruf/ Beförderungen/ etc.

 8. Langfristziele setzen

Es geht darum, dass Ihr in Euren jungen Jahren überlegt, welche langfristigen Ziele Ihr im Leben habt. Geht es darum, dass Ihr beispielsweise mit 35 Jahren ein Haus kaufen wollt oder in 5 Jahren ein neues Auto erworben wollt. Ihr müsst Eure Ziele im Auge haben und danach geht es darum, dass Ihr mit Eurem Berater darüber sprecht, ob Euer Ziel realistisch ist beziehungsweise wie viel Geld Ihr sparen müsst um an diese Ziel zu kommen.

Ich werde in Zukunft auch noch einen Blog verfassen, wie Ihr Eure Ziele planen könnt und welche Tools es im Internet gibt, wie Ihr Eure Ziele berechnen könnt.

Habt Ihr noch Fragen/ Wünsche/ Kritiken? Dann bitte hinterlasst mir einen Kommentar.

Finanzen – Grundlagen der Volkswirtschaft II

In dem ersten Blog haben wir uns die Grundlagen einer Volkswirtschaft und deren Ziele angeschaut. Wie in dem letzten Blog schon angedeutet, wird in diesem Teil vor allem über die Geldwertstabilität und die Zentralbanken gesprochen.

Dieses Thema ist derzeit sehr aktuell, da die Finanzmärkte momentan eher von der Geldpolitik der Notenbanken getrieben werden, als von den klassischen Unternehmenszahlen. Aber bevor wir an dieser Stelle weiter ins Detail gehen, ist es wichtig, dass erst mal die Grundlagen aufgezeigt werden.

Ich gehe in meinen Blogs immer davon aus, dass der Leser sich bisher eher weniger mit dem Thema beschäftigt hat und es ist nicht das Ziel, dass Ihr Finanzprofis werdet. Es geht lediglich darum, dass der maskuline Gentleman aktuelle Nachrichten lesen und verstehen kann.

 

Geldpolitik:

In dem letzten Blog habe ich schon geschrieben, dass das Ziel einer Volkswirtschaft ist, dass das Preisniveau um ca. 2% in jedem Jahr steigt. Dieses Ziel ist auch das Hauptziel der meisten Zentralbanken.

Zentralbanken sind übergeordnete Institutionen. Man kann sich das vereinfacht so vorstellen, dass Zentralbanken über den Banken stehen. Zentralbanken sind (oder sollten) unabhängig sein.

In Europa ist die Europäische Zentralbank für die Geldpolitik verantwortlich, das wohl berühmteste Pendant dazu ist die Federal Reserve FED in den USA.

Die EZB hat eigentlich nur das Ziel, dass es eine Geldwertstabilität in Europa gibt. Dahingehen hat die FED neben diesem Ziel noch das Ziel einer gesunden Wirtschaft. Daher dürfen die FED einige Maßnahmen treffen, die die EZB eigentlich (wenn sie nur ihr Primärziel verfolgen würde) nicht treffen dürfte.

 

Auf die Zusammensetzung und die Gremien der EZB möchte ich an dieser Stelle gar nicht genauer eingehen, da ich der Meinung bin, dass man das nicht unbedingt wissen muss, wenn es über eine groben Überblick geht. Nichtsdestotrotz sollte man wissen, dass Mario Draghi der Präsident der EZB und somit oft in den Medien auch als Vertreter oder Inbegriff der Geldpolitik dargestellt wird.

 

Die EZB steuert die Geldmenge in der Eurozone. Vereinfacht gesagt geht es darum, dass wenn die Kreditzinsen und die Zinsen für Guthaben niedrig sind, die Bevölkerung (unter Bevölkerung verstehe ich die Privatpersonen/ Unternehmen/ aber auch die Staaten an sich) weniger spart (es lohnt sich ja nicht mehr, da man keine Zinsen erhält) und auf der anderen Seite sogar noch günstige Kredite (man zahlt ja kaum Zinsen dafür/ somit sollen die Unternehmen investieren) aufnimmt. Das Ganze soll die Nachfrage steigern und wenn die Nachfrage nach etwas steigt, dann können die Verkäufer die Ware teurer machen und dadurch steigen die Preise.

Steigen die Preise zu stark, dann geht es darum, dass man die Nachfrage senken muss und dies will die EZB durch höhere Kreditzinsen und höhere Zinsen auf Guthaben erreichen.

 

Die Zinssteuerung erfolgt über mehrere Instrumente (welche Ihr aber im Detail nicht wissen müsst). Eines der Hauptinstrumente und wohl das Berühmteste ist der Leitzins. Dieser wird auch immer wieder in den Nachrichten veröffentlicht. Der aktuelle Leitzins liegt bei einem historischen Wert von 0%.

Jetzt könnt Ihr schon mal testen, ob Ihr die vorherigen Erläuterungen verstanden habt: Was will die EZB damit erreichen, dass der Leitzins bei 0% liegt?

 

Das Hauptziel, welches die EZB anstrebt, ist eine Preisniveausteigerung von 2%. Aktuell liegt diese in Europa bei nahe Null oder teilweise auch im negativen Bereich (Deflation). Durch den niedrigen Leitzins soll die Bevölkerung mehr Geld ausgeben (Sparen lohnt sich nicht und Kredite sind billig).

Wie Ihr vielleicht gemerkt habt, habe ich die Ausführungen im Konjunktiv geschrieben, da all diese Aussagen aus den Lehrbüchern stammen und in der Realität leider (oder zum Glück) nicht eins zu eins übertragbar sind.

Die aktuelle Situation ist nämlich so, dass die Nachfrage der Bevölkerung trotz niedriger Zinsen nicht stark steigt und die Inflationsrate niedrig bleibt. Wobei die Inflationsrate derzeit vor allem durch die fallenden Rohölpreise unter Druck geraten ist.

Denn wir im letzten Blog angesprochen: Die Inflationsrate wird am Verbraucherpreisindex gemessen und der besteht aus Euren durchschnittlichen Ausgaben. Einen Großteil Eurer Ausgaben macht nun mal das Thema „Energie“ aus und daher ist dieser Teil auch höher im Verbraucherpreisindex gewichtet. Fallen nun die Rohölpreise, dann fällt auch die Inflation.

 

Nun wisst Ihr auch das Wichtigste zu dem Thema Geldpolitik und EZB. Natürlich kann ich noch viel weiter ins Detail. Wenn Ihr das wollt, dann schreibt es einfach in dem Kommentar. Schreibt auch bitte, wenn es Euch noch zu Kompliziert ist, dann versuche ich es in anderen Worten nochmal 😉

 

Des Weiteren werde ich aktuelle Themen, wie zum Beispiel das Anleihenkaufprogramm der EZB an andere Stelle eingehen, falls Ihr aktuelle Themen vermisst.

 

Wie in jedem anderen Blog bitte ich Euch auch an dieser Stelle, dass Ihr mir Wünsche/ Kritik und bitte auch mal ein Feedback in den Kommentaren hinterlasst.