Finanzen – Fonds

In diesem Blog möchte ich Euch zeigen, wie Ihr mit relativ kleinen Beträgen Eurer Geld breit gestreut in viele Aktien/ Anleihen investieren könnt. Steht Euch bspw. ein Betrag von 10.000,- € zum Investieren zur Verfügung, dann könnt Ihr diesen Betrag in Aktien oder Anleihen anlegen. Ihr könnt auch den Betrag teilen und in Aktien oder Anleihen anlegen. Jedoch lohnt es sich schon nicht, wenn man sagt, dass man den Betrag in 5 oder mehr Teile aufteilt, da die Mindestspesen beim Kauf dann schon zu hoch wären.

Es gibt aber die Möglichkeit, dass Ihr diese 10.000,- € auch in 100 verschiedene Unternehmen anlegen könnt und somit auch Euer Einzeltitelrisiko reduzieren könnt. Die Lösung dafür ist ein Fonds.

Unter einem Fonds muss man sich eine große Annahmestelle vorstellen, die das Geld von Euch annehmen und bündeln. Viele große Fonds verwalten nicht selten ein Vermögen von mehreren hundert Millionen Euros. Somit investiert Ihr Eure 10.000,- € in einen Fonds. Nun kommt das Fondsmanagement und investiert Eure Geld je nach Strategie in Einzelaktien/ Anleihen/ etc. Ein Fondsportfolio besteht oftmals aus 100 Titeln oder mehr. Es findet eine tägliche, laufende Anpassung statt. Täglich investieren neue Kunden in den Fonds und auf der anderen Seite werden täglich auch Fondsanteile verkauft. Aufgrund dessen wird das neue Fondsvolumen am Ende des Tages auch immer wieder angepasst.

 Ihr könnt Fonds täglich kaufen und auch täglich wieder verkaufen (jedoch dauert es meist 2-3 Arbeitstage, bis Euch dann das Geld zur Verfügung steht). Der Fondswert wird täglich errechnet und spiegelt somit ein großes Portfolio in diverse Einzeltitel wieder.

Es gibt klassische, aktiv gemanagte Fonds und es gibt passive Fonds, sogenannte ETF´s (Exchange Traded Funds).

Die klassischen Fonds werden von einem Fondsmanagement verwaltet. Sprich es gibt Menschen im Hintergrund, die eine Anlagestrategie haben und nach dieser investiert der gesamte Fonds. Diese Strategie kann mal gut sein oder auch mal schlechter als die Entwicklung des Gesamtmarktes sein.

Die ETF´s hingegen, bilden nur einen Markt ab. Es gibt im Hintergrund kein Fondsmanagement. Beispielsweise gibt es ETF´s die den deutschen Aktienindex (DAX) einfach 1:1 abbilden. Es gibt dort keine klassische Titelauswahl mehr. Der Aspekt, welcher für ETF´s spricht, ist, dass ETF´s von den Verwaltungsgebühren viel günstiger als klassische Fonds sind. Ist ja auch logisch, wo kein Fondsmanagement vorhanden ist, muss auch nicht deren Gehälter bezahlt werden.

In meiner Beratung setze ich beides ein. Ich bin der Meinung, dass niemand in die Zukunft schauen kann und ich persönlich schon gar nicht. Darum finde ich, dass es für den Kunden sinnvoll ist, dass er mehrere Manager (durch verschiedene Fonds) für sein Vermögen hat. So baue ich ein Portfolio im Fundament mit klassischen Fonds auf. Setze dort bewusst auf verschiedene Strategien, denn wenn der Eine mal falsch liegt, dann kann der Andere Recht haben und so reduziert man auch wieder das Risiko.

Nachdem das Fundament mit Fonds aufgebaut ist, kann man das Haus und das Dach gerne mit ETF´s/ Einzelaktien oder Anleihen weiter bauen (jedoch macht dies erst ab einem gewissen Vermögen Sinn).

Gerade am Anfang, wenn man noch nicht so viel Erfahrung hat, sodass man einzelne Aktien bewusst kaufen kann, sollte man das Vermögen eher den Profis in Form von klassischen Fonds zur Verfügung stellen. Dies heißt zwar nicht, dass der Fonds eine bessere Performance haben muss, jedoch reduziere ich mein persönliches Risiko. Denn bei der falschen Auswahl eines Einzeltitels kann ich im schlimmsten Fall einen Totalverlust erleiden, aber es ist sehr unwahrscheinlich, dass alle Positionen innerhalb eines Fonds einen Totalverlust erleiden.

Ein paar von Euch denken jetzt vielleicht „und was ist mit den Kosten“? Wie bereits geschrieben sind ETF´s viel günstiger als ein klassischer Fonds. Die Gebühren bei einem Fonds werden einmal bei dem Kauf selber ausgelöst, der sogenannte Ausgabeaufschlag und des Weiteren findet eine jährliche Gebührenverrechnung für die Verwaltung statt. Diese merkt Ihr aber nicht, da diese innerhalb des Fonds direkt vom täglichen Kurs des Fonds abgezogen wird.

Kritiker behaupten, dass Fondsmanager ihr Geld nicht wert seien und dass es kaum Fondsmanager gibt, die den Markt auf Dauer schlagen und eine bessere Performance erwirtschaften. Diese Kritiker haben teilweise Recht, es gibt sowohl sehr gute Fondsmanager, als auch eher nicht so Gute. Für mich ist vor allem wichtig, wie hat sich ein Fondsmanager in der letzten Krise verhalten und dies ist ausschlaggebend, denn in guten Marktphasen kann Jeder erfolgreich sein, aber die Guten zeigen sich erst in schwachen Marktphasen.

Wie gesagt, ich bin der Meinung, dass man pauschal kein Urteil darüber fällen kann, was besser ist. Ich empfehle Euch, dass Ihr beide Instrument nutzt. Vor allem eignen sich diese beiden Instrumente auch für einen monatlichen Sparplan. Wenn Ihr monatlich bspw. 100,- € in einen Fonds anspart, dann wird Euer Vermögen trotz des geringen Volumens immer breit angelegt und Ihr profitiert mit minimalen Einsatz von der Risikostreuung. Wie genau ein Fondssparplan funktioniert und was Ihr davon erwarten könnt, werde ich Euch in einem anderen Blog mal vorstellen.

Zum Ende bitte ich Euch wieder um ein Feedback. Gerne auch auf meiner Facebookseite.

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