Sparpotential ermitteln

„Wir haben eigentlich unser Budget nicht überschritten. Die Budgetierung war einfach tiefer als unsere Ausgaben.“ – Keith Davis (amerikanischer Football Spieler)

Dieser Artikel dient Euch dazu, dass es Euch nicht (mehr) so geht, wie Keith Davis es passend in diesem Zitat beschreibt. Ihr solltet Euch von Beginn darüber klar werden, welches Budget Ihr in welchem Bereich habt und wann Ihr Eure Ausgaben kürzen müsst. 

Ein wichtiger Baustein des Financial Plannings ist es, dass man zusammen mit dem Kunden einen Haushaltsplan entwickelt, bevor man ihm eine passende Anlagestrategie empfehlen kann. Ihr würdet Euch wundern, wie viele von meinen Kunden (wohlhabende Privatpersonen) überhaupt nicht im Detail wissen, wie viel Einnahmen und vor allem wie viele Ausgaben sie im Monat haben. Ich denke mal, dass es Euch zumindest auf der Einnahmenseite besser ergeht, weil Ihr wisst, wie hoch Euer monatliches Nettogehalt ist?!  

Somit könnt Ihr Eure Einnahmenseite schon einmal abharken und nun geht es zu an Eure Ausgabenseite. Als erstes könnt Ihr Euch überlegen, welche Fixkosten Ihr monatlich oder auch jährlich habt. Falls Ihr Euch nicht sicher seid, dann nutzt Eure Kontoauszüge des vergangenen Jahres. Denn es gibt auch Fixkosten, die nur einmal im Jahr anfallen können (bspw. Autoversicherung). 

Notiert Euch alle Fixkosten und unterteilt dabei schon, welche Fixkosten monatlich, quartalsweise, halbjährlich oder jährlich anfallen. Wenn Ihr dies gemacht habt, dann geht es darum, dass Ihr alle Fixkosten auf eine monatliche Basis umrechnet (bspw. jährliche Fixkosten durch 12 Monate dividieren). Nun addiert Ihr alle Eure Werte und nun habt Ihr vielleicht zum ersten Mal eine Summe von Euren monatlichen Fixkosten.  

Erschrocken? Gut, denn es geht dabei auch um einen „AHA-Effekt“. Nun könnt Ihr Euch zum ersten Mal daran machen und überlegen, in welchen Bereichen noch Optimierungsbedarf besteht. Welche Kosten könnt Ihr reduzieren oder ggf. sogar komplett streichen? Nutzt dazu auch die Vergleichsportale im Internet. Vielleicht könnt Ihr noch etwas bei Euren Stromkosten sparen oder vielleicht gibt es noch Potential bei Eurer Autoversicherung?! Nicht selten kann man durch solche Maßnahmen die Fixkosten um mehrere hundert Euro im Jahr senken.

 Nachdem Ihr kein Optimierungspotential bei den Fixkosten mehr erkennt, gilt es nun, dass Ihr Euch im Klaren werdet, wie hoch Eure variablen Kosten pro Monat sind. Ich empfehle Euch, dass Ihr mindestens 3 Monate alle Ausgaben erfasst und dabei ist es egal, ob Ihr dies auf dem Handy/ Laptop oder traditionell in einem Heft macht. Wichtig ist nur, dass Ihr wirklich alle Ausgaben schriftlich festhaltet.  

Nachdem 3 Monate vergangen sind, geht es darum, dass Ihr gleiche Ausgaben addiert und anschließend durch die Monate dividiert und so wieder einen Wert pro Monat bekommt.

 Sehr wahrscheinlich kommt es nun zu einem zweiten „AHA-Effekt“. Denn ein Coffee-to-go für 2,- € macht sich noch nicht unbedingt in Eurer Geldbörse bemerkbar, aber wenn Ihr dies jeden Arbeitstag macht, dann macht dies auch ca. 500,- € (bei 250 Arbeitstagen) im Jahr aus. Gerne dürft Ihr das machen, aber es muss Euch auch 500,- € im Jahr wert sein (ohne dabei an die Umwelt zu denken).

 Anschließend müsst Ihr Eure (variablen) Ausgaben noch in verschiedene Rubriken zusammenfassen. Dabei ist egal, wie Ihr die Rubriken (Freizeit/ Ernährung/ Auto/ etc.) benennt und wo Ihr eine Grenze zieht. Jetzt habt Ihr einen Wert für Eure variablen Ausgaben pro Rubrik. Was fällt Euch auf? Entsteht auch hier wieder Potential? Seid ehrlich zu Euch und überlegt, ob das 5. Paar Schuhe wirklich notwendig war?! 

Im nächsten Schritt müsst Ihr nun Eure Ausgaben (Fix – und variablen Kosten) mit Euren Einnahmen pro Monat vergleichen. Hoffentlich steht unter dem Strich noch ein Plus, denn bis jetzt ging es noch nicht um Eure Sparquote. Sollte kein Plus stehen, dann müsst Ihr Euren Lebensstil überdenken und/ oder Eure Einnahmen steigern.

 Jetzt gehen wir aber davon aus, dass Ihr monatlich noch einen gewissen Betrag zum Sparen habt. Zum Vergleich: In Deutschland liegt die monatliche Sparquote bei 9,7% pro Monat vom verfügbaren Einkommen im Jahr 2016. Allerdings empfinde ich diese Sparquote für zu gering. Mein Ziel ist die finanzielle Unabhängigkeit und daher verzichte ich lieber jetzt auf das ein oder andere und erhöhe die Sparquote. Die Sparquote von meiner Frau und mir liegt bei über 30%.

 Natürlich heißt dies nicht, dass man sehr spartanisch leben muss und aztekisch auf alles verzichten soll. Jedoch reicht es im ersten Schritt, wenn man bewusster lebt, da wir eh in einer Konsum- und Wegwerfgesellschaft leben. Es kann nicht schaden, wenn man sich zumindest ein wenig einschränkt.

 Ich hoffe, dass Ihr Euch nun intensiv mit Euren Ausgaben beschäftigt habt und hoffentlich auch das ein oder andere streichen werdet. Nun habt Ihr einen Betrag X, welcher Euch monatlich zum Sparen zur Verfügung steht. Wichtig ist, dass Ihr nicht den kompletten Betrag für langfristiges Ansparen über einen Fondssparplan nutzt, sondern auch darum, dass Ihr den Betrag noch aufteilt.

 Ein gewisser Betrag solltet Ihr kurzfristig auf ein Sparkonto (täglich verfügbar) ansparen. Diesen Betrag könnt Ihr für Urlaub/ Konsum/ etc. nutzen. Er sollte mindestens drei (besser bis zu 6) Nettomonatsgehälter ausmachen. Erst danach solltet Ihr auch anfangen langfristig in einen Fondssparplan zu investieren.

 Wie Ihr in einen Fondssparplan investieren könnt und welche Fonds sich dafür anbieten, werde ich Euch in einem anderen Blog vorstellen.

 Wie waren Eure Erfahrungen bei der Budgetierung? Was war für Euch die größte Herausforderung?

 Bitte hinterlasst mir ein Feedback auf Facebook der maskuline Gentleman und gerne könnt Ihr mir neuerdings auch auf Instagram (SunnySnowboy) folgen.

 

 

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