TUN – Komfortzone

The distance between your dreams and the reality is called action“  (Unbekannt)

In den vorherigen Artikel haben wir uns mit dem Thema Mindsetting und dem setzen von Zielen beschäftigt. Doch nun kommen wir zu dem Wichtigsten: dem TUN. Ihr könnt so viel Theorie lesen, wie Ihr wollt und Euch auch zum Experten in diversen Bereichen durch Fachliteratur entwickeln. Doch wenn Ihr nie zur Praxis kommen werdet, dann nutzt Euch all das Wissen nichts. Ihr müsst Euch irgendwann wagen und es einfach machen. Ein Mensch wächst mit seinen Aufgaben.

Jeder Mensch hat eine Komfortzone. In dieser fallen ihm die Handlungen leicht. Er hat diese schon oft genug gemacht und dadurch fällt es ihm nicht besonders schwer. Doch ein maskuline Gentleman weiß, dass er sich täglich zwei-drei Mal außerhalb seiner Komfortzone bewegen muss. Nur durch das Verlassen der Komfortzone entwickelt Mann sich weiter. Es wird Euch schwer fallen, aber Ihr müsst Euch einfach fallen lassen und in Eure Kraft vertrauen. Bsp: Ein Mann, Single, möchte eine Frau ansprechen. Er lebt schon länger alleine und ihm fehlt der Mut dazu. Jetzt gibt es zwei Möglichkeiten. Entweder er lässt es bleiben und fällt noch weiter in seiner Einsamkeitsspirale abwärts oder er fasst allen Mut zusammen und geht zu der Dame und spricht sie einfach an. Damit verlässt er seine Komfortzone und er kann stolz auf sich sein. Egal, wie das Gespräch verläuft. Er hat sich getraut und mehr wie ein „Nein“ kann doch auch nicht passieren. Was wäre passiert, wenn er sich nicht angesprochen hätte? Er hätte sie nicht kennengelernt und somit auch ein „nein“ kassiert. Der Unterschied ist, dass bei nicht Ansprechen die Chancen auf ein Jahr bei 0% liegen. Selbst wenn er bei einer Ansprache nur eine 1%tige Chance auf ein Jahr hätte, dann wäre das ja schon eine Wahnsinnsteigerung (Mathematisch kann man dies natürlich nicht ausdrücken, denn das doppelte von 0 ist noch immer 0). Da wir unsere Gedanken auf Positiv getrimmt haben, strahlen wir auch die Zuversicht aus und die Chancen auf ein „Ja“ näheren sich somit schon fast der 100%. Bekommt dieser Mann nun ein „Ja“ zum Kennenlernen, dann kann er erstens stolz sein, dass er seine Komfortzone verlassen hat und zweitens bekommt er noch den Verstärker, dass es gar nicht so schlimm ist.

Das Gute an unserer Komfortzone ist, dass wir diese ständig und stetig erweitern können und uns dann nichts mehr so leicht aus der Fassung bringen kann. Doch da benötigen wir auch wieder das TUN. Je öfter wir etwas wiederholen, desto leichter wird es uns fallen. Stellt Euch das obige Beispiel wieder vor. Der Mann ist noch immer auf der Suche und hat inzwischen schon einige Damen angesprochen. Glaubt Ihr wirklich, dass es bei der 20. Frau noch immer so schlimm ist, wie bei der Ersten? Abgesehen von der moralischen Komponente, dass es kein Mann nötig haben sollte, dass er so viele Frauen anspricht (weil er so niemals die Richtige finden wird und es respektlos ggü. den Frau ist.).

Die Macht der Gewohnheit wurde schon in einem Artikel von mir beschrieben. Die Macht könnt und werdet Ihr Euch auch zu nutzen machen, wenn Ihr immer mal wieder die Komfortzone verlasst. Sei es beruflich oder privat. Es wird immer unangenehme Situationen geben und was hilft Euch in diesen? Eat the frog (engl. Sprichtwort „esst den Frosch“). Dieses Sprichwort besagt, dass Ihr Euren Tag immer mit dem schlimmsten (welches Euch am meisten Gedanken macht) startet. Danach kann es nur noch besser bzw. leichter für Euch werden. Ihr müsst Euch nur kurz überwinden und Eurem Körper den Anstoß geben. Anschließend werdet Ihr das locker meistern. Glaubt an Euch. Nehmt den Hörer in die Hand und wählt die Nummer. Steht auf und geht in das Büro des Vorgesetzten. Geh zu der Dame rüber und sprich sie einfach an…

Es liegt an Euch. Ihr müsst Eure Komfortzone kontinuierlich erweitern. Step by step. Dieser Prozess wird Euch ein unglaubliches Selbstbewusstsein geben und Ihr werdet in Eurem Charakter immer stärker.

Mir geht es beruflich auch immer wieder so, dass ich Dinge lieber aufschieben möchte und genau dann denke ich mir „Du blöder Depp (ich meine meinen inneren Schweinehund). XYZ ist mir unangenehm und genau deswegen mache ich das jetzt sofort!“. Ich nutze die innere Ansprache und das Momentum und lege los. Wähle die Nummer, gehe zum Chef oder zu Kollegen. Nach den ersten Sekunden regelt mein Körper sowieso die Situation und sie wird positiv für mich enden. Aber man muss selber dem Körper den ersten Impuls setzen.

Es wird auch Tage geben, da fällt es Euch leichter und an manchen fühlt Ihr Euch nicht wohl und daher fällt es umso schwerer die Komfortzone zu verlassen. Macht Euch keinen Stress. Jeder hat solche Tage und da ist es auch nicht weiter schlimm, wenn Ihr Euch an dem Tag nur innerhalb der Komfortzone bewegt. Wichtiger ist die stetige Erweiterung und diese erreicht Ihr nur, wenn Ihr Euch wirklich kontinuierlich zum Verlassen der Komfortzone zwingt. An manchen Tagen gibt es wirklich auch gar kein Ereignis, bei welchem Ihr mal die Komfortzone verlassen müsst. Auch keine Problem, freut Euch lieber darüber, dass Ihr Eure Komfortzone schon so weit erweitert habt.

Versucht aber immer mit offenen Augen durch das Leben zu gehen und versteckt Euch nicht vor den Situationen. Seit auf der Suche nach Herausforderungen und nehmt diese dankend an. Eines Tages werdet Ihr darüber lachen und Ihr wisst gar nicht mehr, warum Ihr XYZ nicht mehr machen wolltet oder wo das Problem war.

Doch nochmal zurück zum TUN: Angenommen Ihr wollt eine Firma gründen und habt auch sehr viel Research zum Thema betrieben. Laut Euren Befragungen und Auswertungen wird das Produkt sehr gut ankommen. Euer Businessplan ist perfekt kalkuliert und Ihr habt auch diverse Literatur dazu gelesen. In der Theorie seid Ihr unschlagbar. Doch Ihr werdet niemals wissen, ob das auch alles so stimmt. Ihr müsst starten und es wird immer Herausforderungen geben, die so nicht in der Theorie standen. Learning by doing. Ihr könnt niemals zu 100% vorbereiten sein. Ihr müsst eine gewisse Flexibilität besitzen. Oftmals sind es nur ausreden, dass man sich noch über x oder y informieren muss. Ich will damit nicht sagen, dass eine gute Vorbereitung nicht wichtig ist, aber irgendwann müsst Ihr einfach loslegen und aus der Praxis dazu lernen.

Es ist genauso, wenn Ihr ein Ziel (abnehmen/ Muskeln zulegen/ Marathon laufen/ Beförderung/ Ehegattin finden/…) habt. Ihr müsst einfach starten, denn ohne TUN werdet Ihr Eurem Ziel nicht näher kommen. Oftmals wollt Ihr gerade am Anfang zu viel und verliert schnell die Motivation, aber genau dann heißt es weiter machen. Bleibt in Bewegung. Ihr überschätzt, was Ihr innerhalb eines Jahres erreichen könnt. ABER Ihr unterschätzt, was Ihr innerhalb von 10 Jahren alles erreichen könnt! In 10 Jahren könnt Ihr Euch ein komplettes anderes Leben aufbauen (wenn Ihr das wollt). Wenn ich mir vorstelle, wie sich mein Leben innerhalb der letzten 10 Jahre geändert hat. Wahnsinn! Vor 10 Jahren bin ich gerade nach Bayern gezogen und habe mit dem Leistungssport Skilanglauf aufgehört. Ich war in der 12ten Klasse und habe viele neue Gesichter an der Schule kennen gelernt.

Denkt nur mal zurück, wo Ihr vor 10 Jahren gestanden seid und wie viel sich seitdem geändert hat?!

Somit unterschätzt niemals, welche Veränderungen Ihr in 10 Jahren erreichen könnt. Ich gehe soweit und sage, dass Jeder alles erreichen kann, was er will. Man muss es nur wollen und wirklich permanent in diese Richtung arbeiten. Das ist ja das Schöne an unserer Gesellschaft. Jeder ist seines Glückes Schmied. In anderen Ländern ist dies leider noch nicht so, aber für uns in Mitteleuropa stehen alle Türen offen.

Seid Euch diesem immer bewusst, in welcher Gesellschaft wir leben. Ihr seid für Euch selber verantwortlich.

Wie habt Ihr Euch in den letzten 10 Jahren verändert? Was waren einschneidende Erlebnisse, die Ihr mit uns teilen möchtet? In welchem Bereichen fällt es Euch besonders schwer, dass Ihr Eure Komfortzone verlasst?

Bitte gebt mir wieder ein Feedback. entweder hier auf Facebook Fanpage oder auf Instagram

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